Bergschaf die 2. Runde

Nachdem immer nur braun einfarbig auf Dauer sehr langweilig erscheinen kann, habe ich mich hingesetzt und selbstmusternde Sockenwolle kreiert.

Ausreichende Menge für 1 Socke. Der Gegenstarng wird gerade gesponnen. Ich bin bemüht, den zweiten Strang natürlich genauso hinzubekommen, dass man hinterher auch gleiche Socken hat :-)

51 Gramm
NS 2,5

Bergschaf die 1. Runde

Am Wochenende kam ein kleines Überraschungspaket bei mir an.
Dieses kleine Paket umfasste mal eben *räusper – 30kg Rohwolle.
Überraschung deswegen, weil ich nicht wusste, was genau auf mich zukommt

Zwischen Merino, Merino Mix, irgendwas anderem gemixten gab es da noch herrlich schöne, farbenfrohe Bergschafvliese.

In dunkel, rot/braun, und beige – WOOOOW – super sag ich euch ;-)

Ich habe natürlich nichts besseres zu tun gehabt, als gleich eine Probe zu nehmen, zu waschen, zu kämmen und natürlich anzuspinnen. Ich habe erst gedacht, dass ich sie vielleicht dicker auspinnen kann. Das hat sich leider zerschlagen :-(

Es wird also mal wieder Sockenwolle

NS 2 – 2,5
3fach gezwirnt

Das Kämmen geht weiter

meine Aufgabe für dieses Wochenende:

diesen Berg an Fuchsschafwolle zu kämmen.

Es sind + – 750 Gramm bereits gewaschene, aber noch nicht gekämmte Fuchsschafwolle

Auf diesem Bild sieht man schon einen kleinen Berg gekämmte Wolle – schön hell, wie ich finde

Und jetzt im direkten Vergleich. Leider sieht man die ganzen Grannenhaare nicht, die da noch in den Locken drin sind. Kamera eben :-(

Warum ich kämme?

Ich werde des öfteren immer mal wieder auf die Prozedur des Kämmens vor dem Kardieren angesprochen.

Hier also mal eine kleine Erklärung, warum ich das tue…

  • ich mag keine “Knubbel” im fertigen Garn, die bleiben beim Kardieren drin und geben ein unruhiges Garn
  • ich befreie durch das Bearbeiten mit der Hundekarde die Locken von auch nur den kleinsten Strohresten
  • ausserdem gehen alle zu kurzen, nicht spinnfähigen Fasern raus
  • auf der kleinen Rolle des Kardiertiers bleibt kaum mehr was hängen
  • gerade Vliese mit Grannen müssen bei mir diesen Ablauf durchmachen, denn ich mag die kurzen Stichelhaare nicht, die später im fertigen Garn abstehen.

DESWEGEN kämme ich vor dem Kardieren ;-)

Vergleich

Fuchsschafwolle nicht gekämmt, gefärbt

Aus der gleichen Färbung
von Grannenhaaren befreite Fuchsschafwolle
gekämmt und schön hell

Socken Gr. 36-37 Jakobschaf

Aus den kleinen pflanzengefärbten und naturfarbenen Knäulen habe ich gestern ein Paar neue Socken von den Nadeln hüpfen lassen.

Mit Nadelstärke 2,5 liess sich das Garn wunderbar verstricken.

Die farbigen Streifen sind von oben nach unten mit schw. Stockrose, Sandelholz, rote Rosenblüten und schw. Stockrose gefärbt. Der Rest ist farblich getrennte Jakobschafwolle

Autorin

Sylvia Stettmayer
Freiherr-vom-Stein-Str. 12
30890 Barsinghausen

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